Aktuelles

Rorschachs erste Hochhäuser

Stadtführung, buchbar ab Juni 2022

Die 1950-60er Jahre waren jene Jahrzehnte, als Rorschach zu den ersten Hochhäusern kam. Bäumlistorkel oder Zum Bodan heissen sie. Angetrieben von der Hochkonjunktur zeichneten ansässige Architekturbüros Pläne zu kühnen Überbauungen, die Entwürfe strebten in die Höhe. Was für neue Formensprachen und Materialien fanden damals Eingang ins Stadtbild? Wie reagierten die Rorschacher:innen auf die ersten Hochhäuser? Und was waren die Vorbilder für das Sternhochhaus Bäumlistorkel oder das Wohn- und Geschäftshaus an der Kirchstrasse 20? Diesen Fragen geht die Kunsthistorikerin Nina Keel in ihrer Stadtführung nach, die zu fünf Schauplätzen der Nachkriegsmoderne führt. Der Start des Streifzugs aber erfolgt bei einem Flachdachhaus aus dem Jahr 1937, einem hervorragenden Beispiel des Neuen Bauens.

Die Führung dauert ca. 75-90 Minuten.
Kosten: Pauschal 400 CHF.
Die Stadtführung eignet sich für Gruppen bis zu 15 Personen und kann ab Juni 2022 individuell gebucht werden (mail_at_ninakeel.com).


LE FOYER IN PROCESS zu Gast

Talk im ESPACE NINA KEEL
Samstag, 2. Juli, 16 Uhr

LE FOYER – IN PROCESS ist eine Gesprächsreihe, die an Orte des gegenwärtigen Kulturschaffens führt. Der Talk vom 2. Juli dreht sich um das Ausstellen und Vermitteln von Architektur: Paula Sansano (Affspace – Offspace für Architektur, Bern) und Nina Keel geben Einblicke in ihre Projekte und Ausstellungsräume.

LE FOYER – IN PROCESS ist ein Projekt von Yasmin Afschar, Gioia Dal Molin & Gabrielle Schaad.

Paula Baader

Einzelausstellung im ESPACE NINA KEEL
Vernissage – Freitag, 12. August, 18-20 Uhr

Im Spätsommer richtet der ESPACE NINA KEEL der Malerin Paula Baader eine Einzelausstellung aus. Paula Baader überführt Momente der Erfahrung des Urbanen in Malerei: Sich zurechtfinden in einer Stadt, zu Fuss durch sie streifen und sich einleben. Baader schafft Wechselspiele zwischen geografischer Verortung im urbanen Raum und der Architektur des eigenen Körpers, sie greift den Austausch zwischen Aussen- und Innenwelt auf. 

London ist als essentielle Inspiration sehr präsent: Lange Wohnort der Künstlerin, findet sie immer wieder dorthin zurück. Isle of Dogs, Underground Rivers oder King Henry’s Mound lauten die Titel der Bilder. Sie bezeichnen Gegenden, weitläufige Parks oder Aussichtspunkte, die Baader in ebenso grossformatige wie zarte Malerei übersetzt.

paulabaader.de

Architektinnen der Ostschweiz

Werkbeitrag und Publikation
Sommer 2021 – 2023

Seit Sommer 2021 forscht Nina Keel mit einem Werkbeitrag des Kantons St.Gallen zu Ostschweizer Architektinnen von 1930 bis heute. Die Kunsthistorikerin macht Bauten ausfindig, analysiert sie und beleuchtet die strukturellen Bedingungen, die dem Schaffen der Architektinnen unterliegen. Zu Ostschweizer Architektinnen gibt es bis heute keine Monografien, keine Überblicksschriften, ihre Sichtbarkeit ist nachwievor gering. Mit einer Publikation, die das in den letzten Monaten zusammengekommene Material enthält, soll sich dies ändern. Betrachtet wird eine Auswahl an herausragenden Bauten und Projekten von rund 12 Ostschweizer Architektinnen. Das Buch wird von Roland Brauchli gestaltet. Es liefert Emanzipationsgeschichte, Dokumentation und ist Diskurs-Anregerin: Architektinnen über die Generationen hinweg werden miteinander von der Autorin ins Gespräch gebracht und Bezüge hervorgehoben. Das Buch regt den Austausch unter ihnen an, was durch eine Illustrations-Reihe seine visuelle Entsprechung findet. Das Buch wird herausgegeben vom BSA Ostschweiz und erscheint beim Verlag Park Books.

Architektinnen: Dorothea David, Franziska Knoll-Heitz, Elisabeth Reutter-Brunner, Claudia Bersin, Vreny Gross, Eva Keller, Eva Lanter u.a.