Aktuelles

Architekturhistorische Expertise

Ein Mehrfamilienhaus des Neuen Bauens am St.Galler Rosenberg

Die Besitzer:innen eines 1933 erbauten Mehrfamilienhauses planen eine Sanierung mit allfälliger Aufstockung. Dabei soll der Bau an Prägnanz gewinnen und wieder klarer als Vertreter des Neuen Bauens lesbar werden. 

Im Sommer 2022 erarbeitete Nina Keel eine architekturhistorische Analyse des Baus. Daraus wurden Ansätze zur Weiterentwicklung und Erweiterung abgeleitet. Besonders berücksichtigt wurden die folgenden Aspekte: Form des Daches, Möglichkeit eines Dachgartens, differenzierte Gestaltung der Aussenräume, Einbau/Ausbau mit weiteren Wohnungen. 

Das Projekt erfolgt in Zusammenarbeit mit Reto Egloff Architect und ERR Raumplaner.


Rorschachs erste Hochhäuser

Stadtführung, individuell buchbar

Die 1950-60er Jahre waren jene Jahrzehnte, als Rorschach zu den ersten Hochhäusern kam. Bäumlistorkel oder Zum Bodan heissen sie. Angetrieben von der Hochkonjunktur zeichneten ansässige Architekturbüros Pläne zu kühnen Überbauungen, die Entwürfe strebten in die Höhe. Was für neue Formensprachen und Materialien fanden damals Eingang ins Stadtbild? Wie reagierten die Rorschacher:innen auf die ersten Hochhäuser? Und was waren die Vorbilder für das Sternhochhaus Bäumlistorkel oder das Wohn- und Geschäftshaus an der Kirchstrasse 20? Diesen Fragen geht die Kunsthistorikerin Nina Keel in ihrer Stadtführung nach, die zu fünf Schauplätzen der Nachkriegsmoderne führt. Der Start des Streifzugs aber erfolgt bei einem Flachdachhaus aus dem Jahr 1937, einem hervorragenden Beispiel des Neuen Bauens.

Die Führung dauert ca. 75-90 Minuten.
Kosten: Pauschal 400 CHF.
Die Stadtführung eignet sich für Gruppen bis zu 15 Personen und kann ab Juni 2022 individuell gebucht werden (mail_at_ninakeel.com).


Architektinnen der Ostschweiz

Werkbeitrag und Publikation
Sommer 2021 – 2023

Seit Sommer 2021 forscht Nina Keel mit einem Werkbeitrag des Kantons St.Gallen zu Ostschweizer Architektinnen von 1930 bis heute. Die Kunsthistorikerin macht Bauten ausfindig, analysiert sie und beleuchtet die strukturellen Bedingungen, die dem Schaffen der Architektinnen unterliegen. Zu Ostschweizer Architektinnen gibt es bis heute keine Monografien, keine Überblicksschriften, ihre Sichtbarkeit ist nachwievor gering. Mit einer Publikation, die das in den letzten Monaten zusammengekommene Material enthält, soll sich dies ändern. Betrachtet wird eine Auswahl an herausragenden Bauten und Projekten von rund 12 Ostschweizer Architektinnen. Das Buch wird von Roland Brauchli gestaltet. Es liefert Emanzipationsgeschichte, Dokumentation und ist Diskurs-Anregerin: Architektinnen über die Generationen hinweg werden miteinander von der Autorin ins Gespräch gebracht und Bezüge hervorgehoben. Das Buch regt den Austausch unter ihnen an, was durch eine Illustrations-Reihe seine visuelle Entsprechung findet. Das Buch wird herausgegeben vom BSA Ostschweiz und erscheint beim Verlag Park Books.

Architektinnen: Dorothea David, Franziska Knoll-Heitz, Rosmarie Nüesch-Gautschi, Claudia Bersin, Vreny Gross, Eva Keller, Eva Lanter u.a.