Stadtprojektionen

Stadtprojektionen

Foto und Film im öffentlichen Raum

Foto- und stumme Filmarbeiten regionaler, nationaler und internationaler Kunstschaffender werden nachts auf Wände im öffentlichen Raum von St.Gallen projiziert. Bei einer Ausgabe bespielen die Kuratorinnen Anna Vetsch und Nina Keel jeweils während vier Nächten ein Quartier von St.Gallen mit 10-15 Projektionen. Die eingeladenen Kunstschaffenden entwickeln im Austausch mit den Kuratorinnen ortsspezifische Arbeiten und enthüllen damit Eigenheiten dieser Quartiere. 

stadtprojektionen befassen sich mit der Wahrnehmung des Stadtraums, insbesondere bei Nacht, und animieren zu neuen Blicken. Die sorgfältig auf die jeweilige Umgebung abgestimmten Projektionen wirken in den Tag nach und regen zum Nachdenken über die Stadt an – in Bezug auf ihre Geschichte und Gegenwart, auf architektonische, kulturelle und soziale Dimensionen. Das Format wurde 2016 initiiert. Im Herbst 2025 fand die fünfte Ausgabe rund um den Silberturm statt.

Unter den Künstler*innen, die an den fünf Ausgaben von stadtprojektionen teilgenommen haben, sind Jonas Dahlberg, Shirana Shahbazi, Uriel Orlow und Maya Rochat.


Zur fünften Ausgabe ist eine Publikation über stadtprojektionen als Ausstellungsformat erschienen. Gestaltet von Laura Prim, geht sie auf die Eigenheiten der fünf Ausgaben ein, die in verschiedenen Stadtteilen von St.Gallen stattfanden. Zwei längere Texte vertiefen den Bilderspaziergang: Die Autorin Lauren Elkin tastet sich gedanklich spazierend an die Projektionen heran. Der Text der Kunsthistorikerin Yasmin Afschar befasst sich mit Projektionen bzw. Film im öffentlichen Raum und dessen Potenzial.
Die Publikation kostet 28 CHF und kann per Mail bestellt werden.